Inhaltsverzeichnis

    Versandhandelsregelung für ein Lieferland anwenden (Lieferschwellen)

    Ihre Aufgabe/Ausgangslage

    Für den Versand innerhalb der Europäischen Union gilt zunächst einmal der Steuersatz des Versandlandes. Für jedes Lieferland gelten im Rahmen der Versandhandelsregelung jedoch sogenannte Lieferschwellen. Werden diese überschritten, muss ab diesem Zeitpunkt der Steuersatz des Lieferlandes verwendet werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie in einem solchen Fall vorgehen.
    Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich bei einem Steuerberater genau, ob für Ihre Waren die Versandhandelsregelung gilt oder ob Sie in jedem Fall im Lieferland umsatzsteuerpflichtig sind. Beispiele für Warengruppen, die nicht von der Versandhandelsregelung betroffen sind, sind Fahrzeuge oder digitale Güter (Stand 01/2017).

    Lieferschwellen anlegen

    Hinweis: Bevor Sie die Lieferschwellen anlegen, müssen Sie einmal alle bisherigen Rechnungen und Rechnungskorrekturen mit JTL-Ameise zur Übergabe an Ihren Steuerberater exportieren. Nach der Umstellung der Steuereinstellungen werden sonst betroffene Rechnungen und Rechnungskorrekturen von JTL-Ameise nicht mehr exportiert. Alle nach der Umstellung der Steuereinstellungen erstellten Rechnungen und Rechnungskorrekturen sind nicht davon betroffen und werden korrekt mit den neuen Einstellungen exportiert.
    1. Öffnen Sie die Steuerverwaltung über das Menü Admin > Steuern > Steuerverwaltung.
    2. Markieren Sie die Firma und das Land, für das Sie die Lieferschwelle anlegen möchten und klicken Sie auf die Schaltfläche Lieferschwelle anlegen. Es öffnet sich das Dialogfenster Lieferschwellenland auswählen.
    1. Markieren Sie das gewünschte Land und klicken Sie auf Speichern. Anschließend öffnet sich das Dialogfenster Lieferschwellenland Steuerklassenzuordnung.
    2. In der Spalte Steuersatztyp sehen Sie die in dem Land benötigten Steuersätze. Über einen Doppelklick in die Spalte Steuerklasse ordnen Sie jedem dieser Typen eine Steuerklasse zu. Mehrfachzuordnungen sind möglich.
    1. Sind alle Steuerklassen zugeordnet, klicken Sie auf Speichern. Die Lieferschwelle wird nun erstellt und erscheint als neue Steuerzone.

    Das Lieferschwellenland wird automatisch aus der Zone EU entfernt, sie müssen hier also die Zonenzugehörigkeit nicht weiter anpassen.

    Steuerermittlung testen

    Sie können schnell testen, ob die Steuereinstellungen für den Versand zwischen verschiedenen Ländern in JTL-Wawi korrekt sind, ohne einen Auftrag mit entsprechender Länderkonfiguration erzeugen zu müssen.

    1. Öffnen Sie die Steuerverwaltung über das Menü Admin > Steuern > Steuerverwaltung.
    2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Steuerermittlung testen. Es öffnet sich das Dialogfenster Steuersatz ermitteln.
    1. Geben Sie hier das Land an, aus dem versendet werden soll (Versandland), und das Land, in das geliefert werden soll (Lieferland). Wählen Sie außerdem aus, für welche Steuerklasse Sie den Steuersatz ermitteln lassen möchten. Klicken Sie anschließend auf Ermitteln.

    JTL-Wawi überprüft nun die Steuereinstellungen auf Ihre spezielle Konfiguration und gibt Ihnen den Steuersatz aus, der aktuell berechnet werden würde.

    Widget zur Lieferschwellen-Überwachung einrichten

    In der Regel werden Sie Lieferschwellen erst dann einrichten, wenn Sie die Lieferschwelle eines Landes zum ersten Mal überschreiten. Um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen, empfiehlt es sich, ein entsprechendes Widget auf dem Dashboard von JTL-Wawi einzurichten.

    1. Wechseln Sie dazu in JTL-Wawi auf das Dashboard.
    2. Klicken Sie auf das Symbol zum Hinzufügen von Widgets und doppelklicken Sie auf Verkauf > Lieferschwellen.

    Mehr zum Thema Dashboard finden Sie unter: