Inhaltsverzeichnis

    Bestellvorschläge generieren

    Ihre Aufgabe/Ausgangslage

    Sie betreiben JTL-Wawi seit einiger Zeit und möchten Ihre Warenlager optimal auffüllen, um sich für den zukünftigen Bedarf zu rüsten. Dazu möchten Sie die Bestellvorschläge von JTL-Wawi verwenden.

    Bedarf pro Warenlager ermitteln

    Ab JTL-Wawi 1.6 wird der wahrscheinliche Bedarf für die Zukunft anhand der Positionen, die das Lager physisch verlassen, ermittelt. Das hat den Vorteil, dass JTL-Wawi ermitteln kann, wie viel wahrscheinlicher Bedarf in jedem einzelnen Lager besteht.

    Startbereich definieren

    Der Startbereich ist der Lieferant, bei dem Sie neue Ware bestellen möchten. Ebenfalls kann dieser Startbereich aus mehreren Lieferanten bestehen, sodass Sie mit Lieferantenbeständen arbeiten und Ihren Bedarf verteilen können. Die Lieferanten Ihrer JTL-Wawi werden automatisch als Startbereich angelegt.

    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Beschaffung und wählen Sie in der linken Kategoriestruktur Bestellvorschläge.
    1. Klicken Sie im Bereich Bestände auf die drei Punkte neben der Dropdown-Liste Startbereich. Das Dialogfenster Startbereiche öffnet sich.
    2. Wählen Sie in der linken Tabelle den gewünschten Startbereich, beispielsweise Alle Lieferanten manuell. Alternativ: Klicken Sie auf die Schaltfläche Anlegen > Lieferant hinzufügen.
    3. Doppelklicken Sie in das Feld Name, um den Startbereich zu benennen.
    4. Doppelklicken Sie in die Zelle Lager/Lieferant, um die Dropdown-Liste zu aktivieren und ein Lager bzw. einen Lieferanten zu wählen.
    5. Bestimmen Sie die Priorität der Startbereiche indem Sie auf die blauen Pfeil-Schaltflächen nach oben bzw. unten klicken.
    Hinweis: Wenn ein Startbereich aus mehreren Lieferanten besteht, erfolgt eine Priorisierung innerhalb des Startbereichs durch die Vergabe von Nummern. Angenommen, Sie möchten 70 Stück einer Ware nachbestellen. Ein Lieferant hat jedoch nur 50 Stück auf Lager und ein weiterer Lieferant hat 20 Stück auf Lager. In diesem Fall bestellt JTL-Wawi bei dem Lieferanten mit dem höchsten Prioritätswert so viel, wie dort auf Lager ist und sobald dieser Wert ausgeschöpft ist, bestellt JTL-Wawi bei dem Lieferanten mit dem zweithöchsten Prioritätswert usw., bis die benötigte Menge erreicht ist.
    1. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit Speichern.

    Sie haben jetzt festgelegt, wo JTL-Wawi die Waren mit der entsprechenden Priorisierung nachbestellt.

    Zielbereich definieren

    Der Zielbereich gibt an, für welches Lager JTL-Wawi den wahrscheinlichen Bedarf für die Zukunft ermittelt.

    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Beschaffung und wählen Sie in der linken Kategoriestruktur Bestellvorschläge.
    2. Klicken Sie im Bereich Bestände auf die drei Punkte neben der Dropdown-Liste Zielbereich. Das Dialogfenster Zielbereiche öffnet sich.
    3. Wählen Sie ein Lager aus, für welches Sie den wahrscheinlichen Bestand ermitteln möchten oder wählen Sie Alle Warenlager aus. Alternativ: Klicken Sie auf die Schaltfläche Anlegen, um einen neuen Zielbereich anzulegen.
    4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen und wählen Sie einen Lagertyp.
    5. Doppelklicken Sie in die Zelle Lager, um die Dropdown-Liste zu aktivieren und ein Lager auszuwählen.
    6. Bestimmen Sie die Priorität der Warenlager, indem Sie auf die blauen Pfeil-Schaltflächen nach oben bzw. unten klicken.
    Hinweis: Die Zielbereiche sind ebenfalls automatisch mit einer Priorität ausgestattet. Das Warenlager mit dem höchsten Prioritätswert wird als erstes aufgefüllt, gefolgt von dem Warenlager mit dem zweithöchsten Prioritätswert usw. Zudem erhält das Warenlager mit der höchsten Priorität alle Bedarfe, die keinem anderen Lager zugeordnet werden können. Das können beispielsweise offene Aufträge sein, die Sie zum Bedarf zählen möchten.
    1. Schließen Sie das Dialogfenster und bestätigen Sie Ihre Angaben mit Speichern.

    Optional: Durch Aktivieren der Checkbox Lieferantenbestand nicht überschreiten legen Sie fest, dass JTL-Wawi bei jedem Lieferanten nur so viel bestellt, wie auch tatsächlich auf Lager ist und entsprechend der Priorisierung so lange bei unterschiedlichen Lieferanten bestellt, bis die benötigte Menge erreicht ist.

    Berechnung von Bestand und Bedarf bestimmen

    Ab JTL-Wawi 1.6 haben Sie die Möglichkeit, mehr Einfluss darauf zu nehmen, wie sich Bestand und Bedarf ergeben. Sie können dies durch das entsprechende Aktivieren verschiedener Checkboxen in den einzelnen Registerkarten bestimmen.

    Während der Bedarf den Warenausgängen entspricht, besteht der Bestand nicht ausschließlich aus Waren, die physikalisch bei Ihnen im Lager vorhanden sind. Zum Bestand gehören beispielsweise auch Lieferantenbestellungen, die in naher Zukunft eintreffen sollen oder Ware, die bereits auf der Einkaufsliste steht. Durch das Aktivieren bzw. Deaktivieren der Checkboxen berücksichtigen Sie diese Werte bei der Berechnung bzw. schließen Sie von der Berechnung aus.

    Berechnung des Bestands bestimmen

    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Beschaffung und wählen Sie in der linken Kategoriestruktur Bestellvorschläge.
    2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zum Bestand zählen.
    3. Aktivieren Sie die gewünschten Checkboxen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Einstellungen speichern.

    Artikel im Zulauf: Die Menge der Artikel, die sich im Zulauf befinden, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Nur bis einschließlich: Positionen aus Lieferantenbestellungen werden bis zum voraussichtlichen Lieferdatum der Position als Bestand berücksichtigt.


    Freigegebene Lieferantenbestellungen: Lieferantenbestellungen, die noch nicht bestellt, allerdings schon freigegeben sind, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Mengen auf Einkaufsliste: Mengen, die sich beispielsweise durch den Bestellvorschlag bereits auf Einkaufslisten befinden, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Eingehende Umlagerungen: Ware, die aufgrund einer Umlagerung eingehen wird, wird bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Mengen im Streckenlager: Ware, die sich im Streckenlager, also auf dem Weg ins Ziellager, befindet, wird bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Für verfügbaren Bestand gesperrte Lagerplätze: Positionen, die nicht als verfügbarer Bestand angezeigt werden, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Für auslieferbaren Bestand gesperrte Lagerplätze: Positionen, die für die Auslieferung gesperrt sind, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Bestand auf Retourenplätzen: Positionen, die sich auf Retourenplätzen befinden, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Bestand auf Klärplätzen: Positionen, die sich auf Klärplätzen befinden, werden bei der Berechnung als Bestand berücksichtigt.


    Berechnung des Bedarfs bestimmen

    1. Wechseln Sie in die Registerkarte Bedarfsberechnung.
    2. Aktivieren Sie die Checkbox Zukünftigen Bedarf berechnen.
    3. Aktivieren Sie die Checkbox Nur Tage mit Bestand berücksichtigen, wenn Sie nur die Tage in der Berechnung berücksichtigen wollen, an denen zu einem Zeitpunkt Bestand auf Lager war.
    4. Aktivieren Sie die Checkbox Aufträge mit Mengen von über xy % des Auftrags-Durchschnitt ausschließen und vergeben Sie den gewünschten Prozentwert, um Aufträge mit bestimmten Mengen von der Berechnung auszuschließen.
    5. Bestimmen Sie über die Dropdown-Listen Referenzzeitraum die Zeitspanne und Anzahl der Tage, die für die Berechnung herangezogen werden sollen.
    6. Geben Sie im Textfeld Berechnen für (Anzahl Tage) an, für welchen Zeitraum der Bedarf berechnet werden soll.
    7. Geben Sie im Textfeld Für Artikel mit Bedarf ab den Mindestbedarf an, ab dem Artikel in der Berechnung berücksichtigt werden.
    1. Wechseln Sie in die Registerkarte Bei Bedarfsberechnung berücksichtigen.
    2. Aktivieren Sie die Checkboxen der Angaben, die Sie zusätzlich in Ihrer Bedarfsberechnung berücksichtigen möchten.
    3. Aktivieren Sie die gewünschten Checkboxen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Einstellungen speichern.

    Bezahlte Aufträge: Bezahlte, nicht versendete Aufträge werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Unbezahlte Aufträge: Unbezahlte, nicht versendete Aufträge werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Zurückgehaltene Aufträge: Aufträge, die zurückgehalten werden, da sie beispielsweise zunächst einer Prüfung bedürfen, werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Unbezahlte Aufträge wenn Auslieferung vor Zahlung möglich: Aufträge, deren Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt eintrifft, werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Globalen Mindestbestand auffüllen: Mit dem generierten Bestellvorschlag wird der globale Mindestbestand aufgefüllt. Wenn Sie mit Lieferantenbeständen arbeiten, wird der Bedarf entsprechend der Priorisierung auf die einzelnen Lieferanten verteilt, bis der globale Mindestbestand erreicht ist.


    Mengen bis Mindestbestand aufgefüllt: Mit dem generierten Bestellvorschlag wird der Mindestbestand aufgefüllt. Wenn Sie mit Lieferantenbeständen arbeiten, wird der Bedarf entsprechend der Priorisierung auf die einzelnen Lieferanten verteilt, bis der Mindestbestand erreicht ist.


    Verfügbarkeitsanfragen: Die Verfügbarkeitsanfragen für eine Position, die in Ihrem Shop eingehen, werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Bestellmengen aus den Lieferanteneinstellungen des Artikels berücksichtigen: Mindestbestellmengen und das Abnahmeintervall für den Artikel werden bei der Berechnung berücksichtigt.


    Bestellungen von Marktplätzen, die noch nicht als Aufträge übernommen wurden: Bestellungen von Marktplätzen, die noch nicht in JTL-Wawi als Auftrag übernommen wurden, werden bei der Berechnung berücksichtigt.

    Bestellvorschlag generieren

    Nachdem Sie die nötigen Vorgaben zur Berechnung festgelegt haben, können Sie den Bestellvorschlag generieren.

    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Vorschlag generieren.
    2. Aktivieren Sie die Checkbox Bestehende Einträge auf der Einkaufsliste ersetzen, um die Einträge auf der Einkaufsliste durch die im Bestellvorschlag errechneten Mengen zu ersetzen. Wenn Sie diese Checkbox deaktivieren, werden die errechneten Mengen stattdessen addiert.
    3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auf Einkaufsliste setzen und wählen Sie Nur markierte Artikel auf Einkaufsliste setzen bzw. Alle Artikel auf Einkaufsliste setzen, um die vorgeschlagenen Artikel auf die Einkaufsliste zu setzen.

    Optional: Die vorgenommenen Einstellungen können Sie individuell für jeden Nutzer speichern, indem Sie auf die Schaltfläche Einstellungen speichern klicken.

    Der generierte Bestellvorschlag befindet sich jetzt auf Ihrer Einkaufsliste.

    Individuelle Farben in Tabellen festlegen

    1. Klicken Sie im Bereich Bestellvorschläge mit einem Rechtsklick auf die Kopfzeile der Spalte, die Sie farblich markieren möchten.
    2. Klicken Sie im Kontextmenü auf die Option Bedingte Formatierung > Regeln zum Hervorheben von Zellen und wählen Sie dort die Regel zum Hervorheben, beispielsweise Größer als. Das Dialogfenster zur Definition der Regel öffnet sich.
    1. Geben Sie den gewünschten Wert ein und bestimmen Sie im Dropdown-Menü die Farbe, in der die Zellen unterlegt werden soll.
    2. Bestätigen Sie mit OK.

    Wenn die Bestellmenge jetzt über 30000 Stück liegt, werden die betreffenden Zellen hellrot hinterlegt. Lesen Sie mehr zur individuellen Formatierung von Tabellen hier.

    Warenlager in der Einkaufsliste ändern

    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Beschaffung und wählen Sie in der linken Kategoriestruktur Einkaufsliste.
    2. Doppelklicken Sie in der Spalte Warenlager auf das Lager, das Sie ändern möchten.
    3. Ihre Angaben werden automatisch gespeichert.
    Hinweis: Wenn Sie keine Auswahl treffen, wird automatisch das erste Warenlager aus dem Dropdown-Menü gewählt. Diese Auswahl können Sie später in der Lieferantenbestellung manuell ändern.