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    Artikeldaten beider Systeme verknüpfen

    Hinweis: JTL-Fulfillment Network befindet sich aktuell in der Closed-Beta-Phase. Das bedeutet, dass nur ausgewählte Händler und Fulfillment-Dienstleister das JTL-Fulfillment Network verwenden können. Die Dokumentation auf dieser Seite ist dementsprechend nicht an allen Stellen aktuell und entspricht nicht unbedingt dem Endprodukt. Wenn Sie an der Closed-Beta-Phase teilnehmen möchten, besuchen Sie diese Seite für weitere Informationen: https://www.jtl-software.de/fulfillment

    Ihre Aufgabe / Ausgangslage

    Sie sind Fulfillment-Dienstleister bzw. Onlinehändler und zwischen Ihnen bestand schon vor der Einführung des JTL-Fulfillment Networks ein Geschäftsverhältnis. Daher hat der Fulfillment-Dienstleister bereits Waren des Onlinehändlers in seinem Lager. Beide Seiten möchten jetzt möglichst effizient die betroffenen Artikel sowie zugehörige Lagerbestände beider Datenbanken von JTL-Wawi auf denselben Stand bringen.
    Hinweis: Voraussetzung für die hier erläuterten Schritte ist, dass beide Seiten JTL-Fulfillment in JTL-Wawi eingerichtet haben und der Onlinehändler seine Artikel korrekt gepflegt hat.

    Schritt 1: Pseudo-Lieferung durchführen (manuell)

    1. Wechseln Sie als Onlinehändler in JTL-Wawi in den Bereich Einkauf > Lieferanten. Legen Sie einen neuen Lieferanten mit Ihrem eigenen Namen an (Pseudo-Lieferant) und speichern Sie Ihre Eingaben.
    1. Wechseln Sie in den Bereich Artikel. Filtern Sie diejenigen Artikel aus Ihrem Sortiment heraus, die bereits bei Ihrem Fulfillment-Dienstleister lagern (bei diesem aber noch nicht in JTL-Wawi vorhanden sind!). Artikel herausfiltern können Sie auf vielen Wegen. Wir legen beispielsweise eine eigene Kategorie für den Zweck der Migration an: Migration EMRE.
    1. Fügen Sie allen Artikeln, die bereits beim Fulfillment-Dienstleister lagern, die neu angelegte Kategorie hinzu: Artikel markieren, ziehen und vor dem Loslassen in der Migrationskategorie die Strg-Taste drücken – so wird der Artikel nicht verschoben, sondern die Kategorie hinzugefügt.
    1. Weisen Sie jetzt allen Artikeln der Migrationskategorie sich selbst, also den Pseudo-Lieferanten, zu. Hierfür können Sie manuell oder automatisiert per JTL-Ameise vorgehen. Die manuelle Zuweisung nehmen Sie in den Artikelstammdaten in der Registerkarte Lieferanten vor.
    1. Wechseln Sie in den Bereich Einkauf. Markieren Sie den Pseudo-Lieferanten und klicken Sie auf Bestellen. Es öffnet sich das Dialogfenster für Lieferantenbestellungen. Wählen Sie als Ziellager Ihren Fulfillment-Dienstleister und öffnen Sie über das Dialogfenster Artikel nachschlagen.
    1. Wählen Sie Ihre Migrationskategorie aus. Fügen Sie die Artikel per Doppelklick hinzu. Sind in Ihrer Pseudo-Anlieferung auch Artikel mit Variationskombinationen enthalten, können Sie einfach auf den Varkombivater doppelklicken. Es öffnet sich dann ein Fenster, in dem Sie alle Varkombikinder markieren, die sich bei Ihrem Fulfillment-Dienstleister befinden.
    1. In der Auswahl finden Sie jetzt alle Artikel mit der Bestellmenge (Anzahl) = 1. Diese Einstellungen können Sie so belassen, wenn der Fulfillment-Dienstleister eine Inventur machen soll, um die korrekten Bestände zu ermitteln und in die Systeme einzubuchen. Bestätigen Sie Ihre Auswahl nun mit Auswahl übernehmen. Die Artikel werden der Pseudo-Lieferantenbestellung hinzugefügt.
    Zwei Alternativen zur Angabe von Beständen: 1. Wenn Ihnen als Onlinehändler die Bestände im Fulfillment-Lager bekannt sind, können Sie diese Bestände bereits hier unter Anzahl eintragen. Der Fulfillment-Dienstleister muss dann diese Bestandsangaben nur noch bestätigen (mithilfe seiner Standard-Wareneingangsprozesse von JTL-Wawi bzw. JTL-WMS). 2. Alternativ lassen Sie den Fulfillment-Dienstleister die korrekten Bestände per Inventur und Wareneingang bestätigen. In diesem Fall belassen Sie die Anzahl = 1 stehen.
    1. Schließen Sie nun die Bestellung ab mit Speichern. Setzen Sie die Bestellung auf In Bearbeitung, damit diese mit dem nächsten Fulfillment-Abgleich übertragen werden kann. Führen Sie anschließend einen Fulfillment-Abgleich durch.

    Schritt 1: Pseudo-Lieferung durchführen (mit JTL-Ameise)

    1. Folgen Sie den Schritten 1-3 aus dem manuellen Vorgehen (siehe oben auf dieser Hilfeseite).
    2. Die Zuweisung von Artikel zu Ihrem Pseudo-Lieferanten geht auch automatisiert. Hierfür setzen Sie das mächtige Import-/Export-Werkzeug JTL-Ameise ein. Öffnen Sie die JTL-Ameise über Start > JTL-Ameise. Klicken Sie auf Export.
    Bitte beachten Sie: JTL-Ameise verändert Ihre Daten massenhaft. Dies macht die Arbeit effizient, birgt aber auch das Risiko Datensätze versehentlich abzuändern, wenn man nicht ganz genau weiß, was man tut oder auch mal unaufmerksam ist. Machen Sie daher immer einen Datensicherung, bevor Sie JTL-Ameise einsetzen. Der Prozess kann einfach gestartet werden und sollte für Sie zum Standardverfahren gehören.
    1. Zuerst exportieren Sie Ihre Artikel aus der Migrationskategorie als CSV-Datei. Dann ergänzen Sie in der Datei den Lieferanten (Pseudo-Lieferanten) sowie die Bestände (als Bestellmenge pro Artikel). Anschließend importieren Sie die abgeänderten Datensätze wieder zurück in JTL-Wawi.
    1. Weiter geht es mit Schritt 3. Setzen Sie die Lieferantenbestellung auf In Bearbeitung und führen Sie einen Abgleich mit dem JTL-Fulfillment Network durch (manuell oder per JTL-Worker). Die Bestellung wird übertragen.

    Schritt 2: Einbuchen beim Fulfillment-Dienstleister

    Diese Beschreibung ist nur für den Fulfillment-Dienstleister relevant und dient dem Onlinehändler lediglich als Orientierung, was nun passiert.

    1. Notieren Sie für alle Artikel, die der Onlinehändler bei Ihnen eingelagert hat, die Lagerbestände. Alternativ: Führen Sie eine Inventur durch, bei der Sie die Bestände erfassen.
    2. Führen Sie einen Fulfillment-Abgleich durch. Die in Schritt 1 angelegte Bestellung Ihres Onlinehändlers wird abgeholt.
    3. Führen Sie einen Wareneingang für die Ware durch, entweder über den Standard-Wareneingang in JTL-Wawi oder über den Wareneingang in JTL-WMS bzw. JTL-Packtisch+. Geben Sie hierbei jeweils genau die Bestände an, die zuvor ermittelt haben. Die Angaben in der Lieferantenbestellung dienen lediglich der Orientierung.
    Hinweis zu Mehrlieferungen: Es kann sein, dass Ihnen der Onlinehändler alle Artikel mit der Menge 1 angekündigt hat. Um in diesem Fall die tatsächliche Menge einlagern zu können, müssen Sie in JTL-WMS Mehrlieferungen zulassen. Dies geschieht unter Einstellungen > Lageroptionen > JTL-WMS-Optionen über die Option Mehrlieferung zulassen. In JTL-Wawi können Sie einfach die tatsächlich vorhandene Menge buchen, ohne eine separate Einstellung vorzunehmen.
    1. Führen Sie einen erneuten Fulfillment-Abgleich durch, um die Bestände an Ihren Onlinehändler zu übertragen.

    Schritt 3: Abschluss beim Onlinehändler

    Als Onlinehändler müssen Sie nun noch einen Schritt durchführen:

    1. Führen Sie einen Fulfillment-Abgleich durch. Die Bestände, die Ihr Fulfillment-Dienstleister eingebucht hat, werden nun übertragen. Somit sind beide Systeme synchron.